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Juli 12 2015
Dienstleistung,Produkttests,Reisen

„Sensapolis“ Indoor-Freizeitpark in Böblingen-Sindelfingen

Gestern waren wir bei „Sensapolis“ in Böblingen-Sindelfingen bei Stuttgart. „Sensapolis“ ist ein Indoor-Spielplatz bzw -Freizeitpark. Der Besuch war spontan, aber stellte sich als eine tolle Entscheidung heraus. Der Spielplatz ist nicht nur für kleine Kinder gut geeignet, sondern auch für die ganz Großen. Manche der Attraktionen sind nur für Kleine gedacht, manche eher für Große ab ca. 1,40m.

Das Märchenschloss

sticht natürlich in der riesigen Halle, welche durch das Schloss unterteilt ist, optisch sofort hervor. Es ist eine echte Augenweide. Innen ist es auch sehr schön und kreativ gestaltet. Außerdem befinden sich darin die Räumlichkeiten der Bastelwerkstatt, in der regelmäßig mit Kindern aller Altersstufen unter hilfsbereiter, geduldiger Anleitung gebastelt wird.

Das Raumschiff

ist riesengroß und ist das Tor zu einer spannenden Rutsch-, Spiel- und Lern-Landschaft. Die Rutschen sind teilweise richtig lang, man muss darauf mit Rutschmatten rutschen. Wir haben die meisten Rutschen ausprobiert und hatten sehr viel Spaß dabei. Die steilste Rutsche habe ich mich allerdings nicht gewagt zu rutschen. Der nette Herr, der den Zugang kontrollierte, wollte mich zwar davon überzeugen und meinte, ich sei doch schon 6 Jahre alt und dürfe daher rutschen. Ich bestand aber darauf, dass ich bestimmt erst 5 Jahre alt sei und wirklich dort nicht rutschen könne. 😉 Ein anderer Mitarbeiter des Parks erzählte mir später, man spürt beim Rutschen auf der sehr steilen Rutsche den Körper etwas abheben, was schon beängstigen kann, aber die Rutsche soll wirklich Spaß machen. Wer also weniger ängstlich ist und es steil mag, der wird wohl begeistert sein.

Innerhalb des Raumschiffs findet man einige verschiedene Spielaktivitäten, zum Beispiel Schießspiele und einen runden Tisch, an dem man mit vier Mann Platz nehmen kann, um an Monitoren im Wettstreit Quizfragen zum Thema Weltraum zu beantworten. Es gibt auch einen Videoraum und weitere Zugänge zu Rutschen oder Krabbelgängen. Der Innenraum ist so gestaltet, wie man sich einfach ein Raumschiff vorstellt. Es ist wirklich toll gemacht. Teilweise erinnert es auch an die „Alien„-Filmreihe, was meine Kleine allerdings etwas verängstigte, weshalb sie einmal flüchten ging.

Das Piratenschiff

steht leider etwas abseits, weshalb es für mein Auge etwas unterging, aber ich konnte sehen, dass dort viele Kinder sehr viel Spaß hatten. Vor dem Schiff ist eine kleine Wasserstraße, in der die Kinder in Wasser plantschen und spielen können. Mitten in einer Halle eine solche Möglichkeit zu bieten, ist für Kinder natürlich toll.

Der Flying Fox

ist eine Seilrutsche, die sehr weit oben an der Decke entlang angebracht ist. Nachdem man seine Kletterausrüstung am Boden angezogen hat, muss man den hohen Baum in der Halle bis ganz oben zum Baumhaus hochklettern, um sich dort an das Seil schnallen zu lassen. Man läuft regelrecht in den Absprung und rutscht eine recht weite Strecke durch die Halle bis zum Schloss, wo man aufgefangen wird. Ich hatte Höllenangst, weil ich derzeit etwas unter Höhenangst leide. Schon das Klettern auf den Baum war für mich anstrengend. Als ich oben ankam und meine Sandalen als nicht ausreichend bemängelt wurden, war ich fast erleichtert und dachte, ich müsse wieder runtergehen. Aber ausnahmsweise durfte ich dann doch mit der Seilrutsche fliegen und kam also doch nicht mehr aus der Nummer raus. Ich bin allerdings froh, meine Angst überwunden zu haben, denn das Schlimmste war nur der erste Schritt ins Nichts, das Rutschen war gar nicht schlimm, sondern machte Spaß. Durch den Adrenalin-Kick realisierte ich auch gar nicht so sehr, wie hoch oben die Seilrutsche wirklich angebracht ist.

Man sollte jedenfalls feste Schuhe mitbringen, weil einige Attraktionen wie auch die Kartbahn aus Sicherheitsgründen nur mit verschlossenen Schuhen zugänglich sind.

Klettern

kann man an der Hallendecke im Hochseilklettergarten, an der Kletterwand und auf dem Adventure Trail. Der Hochseilgarten sah wirklich abenteuerlich aus. Die Kletterwand ragte an der Hallenwand bis zur Decke hoch und war gut frequentiert. Ich habe mich nur an den Adventure Trail gewagt und hatte dabei viel Spaß, weil die Kletterattraktion wirklich schön und kreativ gestaltet ist.

Die E-Kartbahn Sensadrom

habe ich einmal für 4 Euro getestet und war wirklich begeistert. Man muss sich zunächst zum Beispiel via Facebook in das Kart-Renn-System einloggen. Sobald man angemeldet ist, bekommt man – bis auf die Sturmhaube, die nochmals 1,50 Euro kostet – die nötige Ausrüstung und einen Kart zugewiesen. Man fährt immer mit mindestens einer weiteren Person im Rennmodus, die Bestzeiten werden jede Runde gespeichert, am Ende des Rennens gibt es immer eine Bestenliste, die man dann auch per Email zugeschickt bekommt. Es gibt Tages-, Wochen- und Monats-Bestenlisten, die man per Email im Anschluss an das Rennen erhält.

Die Rennstrecke selbst ist toll großzügig und übersichtlich auf 300m Länge gestaltet. Man fährt zum Teil in den Keller und zum Teil ein Stockwerk nach oben. Die Karts sind Elektrofahrzeuge, aber haben wirklich ordentlich Speed und beschleunigen gut. Weil sie schön breit sind, liegt man auch gut auf der Straße, selbst wenn man mit voller Geschwindigkeit in die Kurven brettert. Man kann wirklich richtig Gas geben, was ich natürlich auch getan habe. 😉 Die besten Fahrer schaffen die Strecke normalerweise in um die 27 Sekunden, im Durchschnitt fahren die Gäste wohl aber rund 50 Sekunden lang. Man sollte etwas darauf achten, dass man nicht mit zu ängstlichen Fahrern auf der Strecke fahren muss, wenn man wirklich Gas geben will, aber selbst dann bleibt genug Raum zum Heizen.

Sonstiges

Man entdeckt darüber hinaus fast an jeder Ecke etwas neues Schönes, wo man sich länger aufhalten kann, zum Beispiel auch ein Kleinkinderbereich mit diversen Spielmöglichkeiten, einen Raum mit diversen Experimenten etc. Es ist wirklich für jede Altersstufe und auch für die Eltern einiges an Beschäftigung da. Wir hatten über Stunden viel Spaß.

Der Eintrittspreis von 18 Euro pro Kopf war zwar heftig, aber hat sich meines Erachtens doch gelohnt. Für diesen Preis bekommt man wirklich den Tag ausfüllenden Freizeitspaß geboten, es wird nicht langweilig. Das Essen in den Restaurants wie auch die Getränke kommen dann natürlich noch hinzu, halten sich aber preislich in noch verträglichem Rahmen und sind auch genießbar.

Was außerdem zu honorieren ist, ist, dass die Mitarbeiter wirklich ausnahmslos außerordentlich freundlich, humorvoll und hilfsbereit sind und auch einmal mit den Gästen plaudern. Da macht ein Freizeitparkbesuch umso mehr Freude, und man wünscht sich, bald einmal wieder Gast sein zu dürfen.

Übrigens stehen in „Sensapolis“ einige thematisch unterschiedlich und schön gestaltete Räume für Feiern von Kindergeburtstagen zur Verfügung. Auch das ist sicher eine Überlegung wert, auch wenn man weiter entfernt wohnt.

Testergebnis: 10 / 10 Punkten

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  • Zu erwähnen wären noch der Fun-Shooter, die Sinnwelt, der Rollstuhlparcour, der Tret-Traktor-Fuhrpark, die Wellenrutsche und die Rutsche zwischen zwei Etagen, sowie das Riesen-Klettergerüst 🙂 Bin auch der Meinung dass sich das auf JEDEN Fall lohnt!

    1. Erika 07:06pm 13 Juli - 2015 -

      Zu erwähnen wären noch der Fun-Shooter, die Sinnwelt, der Rollstuhlparcour, der Tret-Traktor-Fuhrpark, die Wellenrutsche und die Rutsche zwischen zwei Etagen, sowie das Riesen-Klettergerüst 🙂 Bin auch der Meinung dass sich das auf JEDEN Fall lohnt!